The Buddhist Bug series, Campus Dining, 2012, Performance & Concept by Anida Yoeu Ali, Photography by Masahiro Sugano, Archival Inkjet Print, Edition of 5, *Image courtesy of Studio Revolt

Wege der Performativität in der zeitgenössischen südostasiatischen Kunst

Symposium,


Informationen

Sprache
Symposium auf Englisch
Laufzeit
Anmeldung
Anmeldung erforderlich
Eintritt
Eintritt frei


Übersicht aller Veranstaltungen

Das Symposium präsentiert die faszinierende Geschichte von Performance-Kunst in Südostasien, in der sich die politisch-ökonomischen Kräfte, Postkolonialismus und Kalter Krieg widerspiegeln, die Südostasien nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt haben. Es bringt renommierte Akademiker und Kuratoren aus Kunstgeschichte, Theater und Film zusammen, die über die zentrale Rolle der Performance seit den 1960er-Jahren bis heute in ihrer Fähigkeit, bildende Kunst, Theater, Tanz, Musik und politischen Aktivismus in der Region zu verbinden, nachdenken.  

Ergänzt wird das Symposium durch die Eröffnung der Ausstellung “Southeast Asia Performance Collection“, konzipiert als Teil der Reihe ‚Archives in Residence’ in der Archivgalerie im Haus der Kunst. Gezeigt wird eine Auswahl an Fotografien, Videos und Publikationen aus der wegweisenden ‚Southeast Asia Performance Collection’ - ein umfangreiches Forschungsprojekt und digitales Archiv, das zwischen 2015 und 2017 von einem internationalen Team aus Forschern und Kuratoren in Großbritannien und Asien aufgebaut wurde. Derzeit enthält das Archiv Dokumentationen performancebasierter Werke (Live-Kunst, Urbane und Soziale Interventionen) von über fünfzig Künstlern aus ganz Südostasien und seiner Diaspora. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl des Archivmaterials zum ersten Mal in Deutschland, und spürt der Beziehung von Performativität und digitalem Austausch, Netzwerken und virtueller Archivierung nach. Symposium und Ausstellung werden um ein kuratiertes Live-Performance-Programm mit international anerkannten südostasiatischen Künstlerinnen und Künstlern erweitert.

Das Symposium entsteht in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, erfährt von dort großzügige Unterstützung und wird von Eva Bentcheva (Goethe-Institut Fellow im Haus der Kunst) organisiert, in Zusammenarbeit mit Annie Jael Kwan (Kuratorin und Direktorin von Something Human). Die ‚Southeast Asia Performance Collection’ wird von Something Human konzipiert und befindet sich derzeit in der Live Art Development Agency in London.

Freitag 28.06.  

10.00 – 10.15
Begrüßung und Einführung

10.15 – 11.30
Keynote Vortrag: 

Dr. May Adadol Ingawanij (University of Westminster)  Animistisches Medium: Genealogie von Performativität und zeitgenössischer Kunst in Südostasien

11.30 - 12.30
Kuratorische Führung in der Ausstellung  Archives in Residence: Southeast Asia Performance Collection 

13.00 - 14  
Mittagspause

14.00 – 15.30
Panel 3: Konstruktion und Anfechtung von Identitäten

Dr Wulan Dirgantoro (University of Melbourne)  „Things Happen When We Remember: Erinnerung und das Archiv in FX Harsonos Arbeiten

Sally Oey (Ludwig Maximilians University)  Wiederherstellung von Raum, Körper und Selbst: Entfremdung und Aneignung in der  performativen Praxis von Marintan Sirait 

Anida Yoeu Ali (Künstlerin, Phnom Penh) Künstleringespräch

15.30 – 16
Pause

16.00 – 17.30
Panel 4: Archivieren von Performativität

Chương-Đài Võ (Asia Art Archive) Form und Prozess

Dr. Roger Nelson (National Gallery of Singapore) Performativität ohne Performance? Reflexionen und Fragen an das Medium in post-konzeptueller zeitgenössischer Kunst

Ho Rui An Verschwörung der Akten

17.30 – 18
Abschließende Diskussion


Zusammenfassung und Biografien der Teilnehmer*innen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit