Das Gesamtkunstwerk im Stil von Jörg Immendorff - Vortrag von Catherine Millet

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Vortrag auf Deutsch und Französisch
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Das Gesamtkunstwerk im Stil von Jörg Immendorff
Ein Vortrag von Catherine Millet 

Die französische Autorin, Kunstkritikerin und Expertin für moderne und zeitgenössische Kunst spricht in Ihrem Vortrag über das Werk und den Künstler Jörg Immendorff. 

"Welcher Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich so radikal dem Abenteuer der Avantgarden ausgesetzt, bevor er sich schließlich als Malerfürst etablierte? Wer hat so viele kulturelle Zitate in sein Werk einfließen lassen, auf seinen Gemälden eine solche Unmenge historischer und zeitgenössischer Persönlichkeiten versammelt? Wer hat sein eigenes Leben und das des Kunstbetriebs so deutlich mit der Welt, wie sie ist, konfrontiert? Jörg Immendorff. Eines Tages betrat ich eines seiner Cafés – und seither nimmt es kein Ende damit, dass ich auf dem spiegelglatten Parkett dieser Gemälde immer wieder ausrutsche und von den Tischen abpralle." - Catherine Millet 

Im Anschluss an Catherine Millets Vortrag findet ein Gespräch mit dem französischer Kurator und Kritiker Thibaut de Ruyter statt.

In französischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung.

Catherine Millet ist seit vielen Jahren als Kunstkritikerin geschätzt. 1972 gründete die Expertin für moderne und zeitgenössische Kunst die Kunstzeitschrift art press, für die sie auch heute noch als Chefredakteurin in Paris tätig ist. Darüber hinaus kuratierte sie internationale Ausstellungen, darunter 1995 die Biennale in Venedig. Einem breiten Publikum bekannt wurde Catherine Millet als Schriftstellerin mit dem 2001 erschienenen, autobiographischen Buch »La vie sexuelle de Catherine M.« (»Das sexuelle Leben der Catherine M.«) und der darin enthaltenen expliziten Schilderung freizügiger sexueller Handlungen. Zuletzt sorgte ein offener Brief in Le Monde, den sie gemeinsam mit neunundneunzig weiteren, teils prominenten Frauen unterzeichnete, für Aufmerksamkeit. In dem Brief äußerten Millet und ihre Mitstreiterinnen scharfe Kritik an der Me-Too Debatte, was kontroverse Diskussionen nach sich zog. Sie ist Verfasserin zahlreicher Bücher zur modernen und zeitgenössischen Kunst. 

Thibaut de Ruyter ist ein französischer Kurator und Kritiker, der seit 2001 in Berlin lebt und arbeitet. In den letzten zehn Jahren organisierte er Ausstellungen unter anderem im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, HMKV in Dortmund, EIGEN+ART Lab und CTM in Berlin, Muzeum Sztuki in Łódź und CRP/ in Douchy-les-Mines. Eines seiner jüngsten Projekte ist eine Wanderausstellung für das Goethe-Institut in Osteuropa und Zentralasien: Die Grenze, die die Trennlinie zwischen Asien und Europa in den ehemaligen Sowjetstaaten in Frage stellt. Seine Interessengebiete erstrecken sich von den neuen Medien über den Spiritismus bis hin zu „Ausstellungen, die keine Ausstellungen sind“. Die meisten seiner Projekte sind durch Alltags-, Pop- oder Underground-Kultur verbunden. Er ist seit 2003 der deutsche Korrespondent des Magazins art press.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Institut Français.