Vivan Sundaram: Vortrag "Lines of Descent" von Deepak Ananth

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Vivan Sundaram: Vortrag "Lines of Descent" von Deepak Ananth

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Geschichte, Erinnerung, Archiv: Diese drei Schlagwörter, mit denen Vivan Sundaram die Anliegen seiner multidisziplinären Kunst benennt, stellen die Parameter eines sich verschiebenden Kraftfeldes dar, in welchem sich seine Arbeit in den letzten fünfzig Jahren artikuliert hat. Der ständige Dialog mit der Kunstgeschichte und die verschiedenen Ansätze, mit denen Sundaram die Formen und Stile kunsthistorischer Paradigmen des zwanzigsten Jahrhunderts kritisch neu überdenkt (darunter Dada, Pop Art, Abstraktion und Minimalismus), bilden einen Themenbereich, der in diesem Vortrag erforscht wird. Der zweite Schwerpunkt ist eher biographisch gelagert. Er konzentriert sich auf die Errungenschaften der bahnbrechenden indischen Malerin Amrita Sher-Gil – Sundarams Tante – und seines Großvaters Umrao Singh Sher-Gil, einem talentierten Amateurfotografen. Ihre jeweiligen Lebenswerke leisten wichtige Beiträge zum Verständnis der Idee der "Moderne" in Indien, zu einer Zeit, als sich das Land aus der Kolonialherrschaft zu einem unabhängigen Staat entwickelte: Eine Idee, die auch im Zentrum von Sundarams eigener Kunst steht.   

Deepak Ananth ist Kunsthistoriker und lebt in Paris. Er lehrt an der Ecole Supérieure d’Arts et Médias in Caen in der Normandie. Er hat über verschiedene moderne und zeitgenössische europäische und indische KünstlerInnen geschrieben, vor allem für Museumspublikationen. Als Kurator hat er Ausstellungen zu verschiedenen Themen organisiert, darunter zeitgenössische französische Kunst, französische Malerei des 19. Jahrhunderts, Fotografie des Surrealismus, die Zeichnungen von Roland Barthes, die Stellung Indiens in der westlichen Einbildungskraft ("Indomania", Palais des Beaux-Arts, Brüssel 2013), sowie zahlreiche Ausstellungen zeitgenössischer indischer Kunst in der Folge des "Indian Summer" an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris, 2005.


Bild: Vivan Sundaram, Bourgeois Family: Mirror Frieze, 2001