Stephen O’Malley. Konzert. „Les Sphères (effondrez-les)“ zusammen mit Kali Malone & Solo Cello Performance von Lucy Railton

Tune,


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Konzert: Les Sphères (effondrez-les) von Stephen O’Malley zusammen mit Kali Malone & Solo Cello Performance von Lucy Railton 

Stephen O’Malley ist ein Gitarrist, Produzent, Komponist und bildender Künstler aus Seattle, Washington, und einer der einflussreichsten Drone-Avantgardisten der letzten Jahrzehnte. Er konzipierte und partizipierte in zahlreichen Drone-Metal, Death/Doom und experimentellen Bands, darunter Sunn O))), Burning Witch, Khanate und KTL. Bekannt ist er auch durch zahlreiche Kollaborationen in Musik und Kunst, unter anderem mit Merzbow und Keji Haino sowie mit der Theaterspezialistin Gisèle Vienne, dem Bildhauer Banks Violette, dem Performancekünstler Nico Vascellari und der Filmemacherin Alexis Destoop.

Durch seine Arbeit mit der Künstlerin, Choreografin und Regisseurin Gisèle Vienne kam Stephen O’Malley zum ersten Mal mit Fujiko Nakaya in Kontakt. 2010 entwickelte er zusammen mit Peter Rehberg die Musik für Viennes This Is How You Will Disappear. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Centre Pompidou und des IRCAM arbeiteten Nakaya, O'Malley und Rehberg 2017 für Niagara Reverb erneut zusammen. Während Nakayas Nebel die Fassade des Gebäudes hinabglitt, arbeitete O'Malley mit dem zwölfköpfigen Schweizer Alphorn-Ensemble Alponom zusammen und komponierte dessen Arrangements, begleitet von Peter Rehbergs „ekstatischer und aufgedrehter“ Elektronik und O'Malleys E-Gitarre.

Für Tune entschloss er sich, sowohl Solostücke als auch kollaborative Werke zu präsentieren. Am ersten Abend führt er unter Beteiligung der Komponistin Kali Malone Les Sphères (effondrez-les) auf. Das Werk schöpft aus seiner kenntnisreichen Klangpraxis, die sich aus seiner Faszination von Dhrupad, Long- Wire-Instrumentierung, Drone-Music, der Bewegung des phänomenologischen Spektralismus und Sound Bath/Healing. O’Malley präsentiert hier in intimen Räumen ein mikrotonales, tiefgehendes Klangstück.

Die in Berlin und London ansässige Cellistin Lucy Railton wird den Abend mit einer Solo Cello Performance beginnen. Railton ist seit über einem Jahrzehnt Performerin, Musikproduzentin und Komponistin, und veröffentlichte Alben bei Modern Love, Editions Mego – GRM Portraits, PAN (mit Peter Zinovieff) und Takuroku. Diese Werke neueren Datums, die aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit klassischer und zeitgenössischer Musik hervorgegangen sind, existieren zwischen modernen instrumentalen Techniken, elektroakustischer Komposition, Improvisation und expressiver Musique concrète. Ihre Arbeit fokussiert sich häufig auf das Klangpotenzial ihres Instruments und darauf, wie es ihren Experimenten bei der Produktion elektronischer Musik und in ihren Installationen dient.

Am 30.4.22 um 18 Uhr findet ein Artist Talk mit Stephen O’Malley, Kali Malone und Lucy Railton statt. Die Teilnahme ist mit dem Konzertticket kostenfrei möglich.