@Max Geuter

Seminar: Raub, Restitution und Provenienz – eine Spurensuche

Workshop & Seminar,


Informationen

Sprache
Workshop & Seminar auf Deutsch
Laufzeit
Anmeldung
Anmeldung erforderlich
Eintritt
6 €


Übersicht aller Veranstaltungen

Gegenwärtig sind in der Archiv Galerie auch Dokumente über die Femeschau „Entartete Kunst“ ausgestellt, eines der dunkelsten Kapitel deutscher Kunst- und Museumsgeschichte. Während die Ausstellung, die im Juli 1937 wenige hundert Meter vom damaligen „Haus der Deutschen Kunst“ eröffnete, in veränderter Form in mehreren Städten gastierte, wurden über 16.000 Werke der Moderne aus 101 Museen beschlagnahmt und größtenteils als Devisenbringer oder Tauschobjekte auf dem internationalen Kunstmarkt veräußert. Ab dem Herbst 1938 bemächtigte sich der NS-Staat systematisch des Kunstbesitzes von Jüdinnen und Juden. Während des Zweiten Weltkriegs plünderten nationalsozialistische Organisationen in ganz Europa Museen, Bibliotheken, Schlösser und Privatsammlungen.

Das Seminar findet im Haus der Kunst und im Bayerischen Nationalmuseum statt, dem der Freistaat Bayern zwischen 1961 und 2004 etwa 450 Kunstwerke aus dem ehemaligen Besitz Hermann Görings übertrug. Göring hatte sich, vielfach durch Erpressung und Beschlagnahmung, eine Kunstsammlung von heute kaum noch bekannten Ausmaßen angeeignet. Die Teilnehmer gehen der Frage nach, welche Auswirkungen der NS-Kunstraub für Museen und die Öffentlichkeit bis heute hat. Warum sind Raub und Restitution immer noch von solch politischer und sozialer Brisanz? Und welche Rolle kommt der Provenienzforschung zu?

Mit Alfred Grimm, Beauftragter für Provenienzforschung am Bayerischen Nationalmuseum und Vorsitzender des Forschungsverbundes Provenienzforschung Bayern und Sabine Brantl, Kuratorin Archiv und Leitung Bildungsprogramme am Haus der Kunst

Treffpunkt: Archiv Galerie im Haus der Kunst

Begrenzte Teilnehmerzahl


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