Anna Maria Maiolino, E' o que sobra (und was übrig ist), 1974, aus der Serie Fotopoemação (Foto-Gedicht-Aktion), 1973-2017

Postkolonialismus: Latin American Women Artists (1960-1980)

Symposium,


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Symposium auf Englisch
Laufzeit
Anmeldung
Anmeldung nicht erforderlich
Eintritt
5 €

Übersicht aller Veranstaltungen

Symposium
Decolonizing Third World Feminism: Latin American Women Artists (1960-1980)

Sprecher:
Barbara Carrasco, Lara DemoriEsther Gabara, Andrea Giunta, Sophie Halart, Giulia Lamoni und Cecilia Vicuña (Videobeitrag)

Moderatoren:
Burcu Dogramaci, Laura Karp Lugo und Stephanie Weber

Das Symposium wurde von Lara Demori (Goethe Fellow, Haus der Kunst) organisiert.


Programm
11.00
Eröffnung des Symposiums durch Ulrich Wilmes, Hauptkurator Haus der Kunst
Begrüßung durch Joachim Bernauer, Abteilungsleiter Kultur Goethe-Institut Zentrale


11.15
Einführung durch Lara Demori, Geothe-Institut-Fellow am Haus der Kunst

1. Sitzung
11.30
Sophie Halart (Universidad Alberto Hurtado, Santiago de Chile)

"Mater chilensis: Für eine neue Betrachtung der chilenischen Neo-Avantgarde aus der Perspektive des Mütterlichen"

12.00 
Lara Demori (Haus der Kunst)

Transnational influences in the Marta María Pérez Bravo’s series Para concebir (1985-1986)

12.30 
Q&A moderiert von Laura Karp Lugo (LMU)

13.00 Mittagspause  

2. Sitzung
14.00
Barbara Carrasco, Künstlerin und Muralistin, Los Angeles, CA

"Chicana-Künstlerinnen in einem US-amerikanischen Kontext"

14.30
Esther Gabara (Duke University)

"¿Acaso hay otro orden?: Schreie und Flüstern aus den 1970er-Jahren"

15.00
Q&A moderiert von Burcu Dogramaci (LMU)  

15. 30 Pause  

3. Sitzung
16.00
Giulia Lamoni, (PhD, FCT Researcher und Visiting Assistant Professor am Instituto de História da Arte, Universidade Nova de Lisboa)

"KünstlerInnen als radikale PädagogInnen in Lateinamerika (1960s-1970s): Ein feministisches Forschungsprojekt"

16.30
Andrea Giunta (Unversidad de Buenos Aires, CONICET)

"Hautfarbe, Ethnizität und Empathie bei lateinamerikanischen Künstlerinnen, 1960-1985"

17.00
Q&A moderiert von Stephanie Weber (Lenbachhaus)

17.30
Cecilia Vicuña: ein Künstlerinterview  (Videobeitrag)

18.00
Schlussbemerkungen und Podiumsdiskussion
Barbara Carrasco, Burcu Dogramaci, Esther Gabara, Andrea Giunta, Sophie Halart, Laura Karp Lugo, Giulia Lamoni und Stephanie Weber

19.00 Ende

Das eintägige Symposium widmet sich den Formen feministischer Kunstpraxis, die sich zwischen 1960 und 1980 in Mittel- und Südamerika entwickelt haben, und strebt eine Neubewertung der Vorstellung einer "Dritten Welt" an - durch Erforschung von Ausstellungs-Historiografien sowie von künstlerischen und politischen Aktionen innerhalb des Feminismus.

Nach der Bandung Conference 1955 und der darauffolgenden Entstehung der Blockfreien-Bewegung hat sich das Verständnis der "Dritten Welt" verschoben: ehemals die Bezeichnung für eine politische Position, die sowohl im kapitalistischen Westen als auch im kommunistischen Osten zu Hause war, wurden unter dem Begriff kulturelle und wirtschaftliche Bedingungen sogenannter 'unterentwickelter' Länder zusammengefasst - was wiederum zu einer irrigen, homogenisierenden Auffassung von einer "Dritten Welt" führte.

Die Bezeichnung wirkt besonders unzutreffend, bedenkt man die Pluralität von Hautfarbe, Ethnizität und Gender in Lateinamerika, einer Region, deren vielfache Identitäten und interkulturelle Komplexität für gewöhnlich im Rahmen des 'mestizaje' (Ehe zwischen Personen verschiedener Hautfarbe, 'Vermischung') analysiert werden. Doch ein so vager Begriff wie 'mestizaje' ignoriert die Missverhältnisse und Konflikte innerhalb verschiedener kultureller Gemeinschaften und riskiert, ein 'attraktives Stereotyp für den Blick von außen' zu werden, wie Gerardo Mosquera warnend bemerkt hat.

Das Symposium setzt zwischen der totalisierenden Tendenz des Begriffes "Dritte Welt" und den orientalistischen Neigungen des 'mestizaje' an. Mit der Betrachtung des historischen Augenblicks durch die Linse des Feminismus sollen inhärente Widersprüche, Modi des Widerstands gegen patriarchale Hierarchien und hegemoniale Formen feministischer Identifikation herausgestellt und lokalisiert werden. Die Vorstellung von Frauen der "Dritten Welt" als eine homogene Gruppe, die „durch das Gewicht ihrer Traditionen, ihrer Kultur und ihrer Glaubenssysteme und ‚unsere‘ Geschichte zu Opfern gemacht werden", soll hier ebenso vermieden werden wie die Vorstellung einer "universellen Schwesternschaft", die eine Gemeinsamkeit von Gender-Erfahrung über ethnische und staatliche Grenzen hinweg unterstellt.

Stattdessen plädieren hier die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine analytische Methode, die den Kampf lateinamerikanischer Frauen in Bezug zu ihrer Geschichte, ihrem kulturellen Kontext, ihrer wirtschaftlichen Klasse und ihrer gesellschaftlichen Identität setzt. Es existieren verschiedene 'Feminismen' und verschiedene dazugehörige, dekolonialisierende Positionen. Mit Differenzierungen wie der Intersektionalität zwischen der afrikanischen Bevölkerung in Lateinamerika, den Bewegungen der Native Americans sowie den Unterschieden zwischen Latino- und lateinamerikanischen Identitäten will das Symposium ein klareres Bewusstsein der Komplexität des lateinamerikanischen Feminismus schaffen.


Barbara Carrasco
Barbara Carrasco ist Künstlerin und Wandmalerin. 1978 erwarb sie den B.F.A. an der University of California in Los Angeles und 1991 den M.F.A. am California Institute of the Arts.
Seit 1978 werden ihre Arbeiten in den USA und Europa ausgestellt.
2018 war ihr Wandgemälde L.A. History: A Mexican Perspective Teil der SIN CENSURA-Installation am Los Angeles County Museum of Natural History. Die Skizzen zu ihren Wandgemälden befinden sich in der ständigen Sammlung von Papierarbeiten der Library of Congress, Washington D.C. Ihre Papiere werden in den Spezialsammlungen der Stanford University aufbewahrt, ihre Oral History in den Smithsonian Archives of American Art. 2002 wurde Carrasco zur UC Regents Professorin an der UC Riverside ernannt. Sie ist Vorstandsmitglied der Dolores Huerta Foundation.
2008 entwarfen die Girl Scouts of America ein Verdienstabzeichen auf der Basis von Carrascos Bild von Dolores Huerta.
Carrasco erhielt den Mexican American Legal Defense and Educational Fund, Leadership in the Arts Award. Derzeit wird ihre Arbeit in den Ausstellungen "Radical Women" im Brooklyn Museum of Art und "¡Murales Rebeldes!" in der California Historical Society in San Francisco gezeigt.

Lara Demori
Dr. Lara Demori, Goethe-Institut-Fellow am Haus der Kunst, promovierte an der Universität Edinburgh mit einer Arbeit über die Künstler Hélio Oiticica und Piero Manzoni, die das Aufkommen postmoderner Kunstpraktiken aus transnationaler Perspektive betrachtet und den Übergang von der Abbildung zur Performance Anfang der 1960er-Jahre untersucht. Sie recherchiert zu dem Kapitel "Postkoloniale Kunst: 1955-1980" für eine diskursiven Ausstellungsreihe und beschäftigt sich derzeit mit der Arbeit einiger weiblicher Latino/a-Künstlerinnen und lateinamerikanischer Künstlerinnen zwischen 1965 und 1985. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf das Thema Schwangerschaft.

Lara Demori hat Artikel und Buchkapitel veröffentlicht und an zahlreichen internationalen Konferenzen teilgenommen. 2015 organisierte sie die internationale Konferenz ‘Possibilities of exchange: Experiments in Modern and Contemporary Latin American Art’ in Zusammenarbeit mit The Fruitmarket Gallery, Edinburgh. Am Haus der Kunst organisiert sie das Symposium ‘Decolonizing Third World Feminism: Latin American Women Artists 1960-1980’.

Prof. Dr. Burcu Dogramaci
Dr. Burcu Dogramaci (*1971) ist Professorin für Kunst des 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Kunst an der kunstgeschichtlichen Fakultät der Universität München. Sie erhielt Forschungsstipendien von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG), den Aby Warburg-Preis der Stadt Hamburg sowie den Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung (HWS).  2016 erhielt sie einen ERC Consolidator Grant für ihr Forschungsprojekt “Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile”. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Themen Exil, Migration und Flucht, Urbanität, Geschichte und Theorie der Fotografie, Modegeschichte und -theorie, moderne Architektur, Skulptur und Design sowie Live Art. Zu ihren jüngsten Publikationen zählen: Fotografie der Performance. Live Art im Zeitalter ihrer Reproduzierbarkeit, Paderborn: Fink 2018 (im Druck), Passagen des Exils / Passages of Exile (Jahrbuch Exilforschung, 35), München: edition text + kritik 2017 (hg. mit E. Otto) sowie Heimat. Eine künstlerische Spurensuche, Köln: Böhlau 2016

Esther Gabara
Esther Gabara (Ph.D., Stanford University) ist E. Blake Byrne Associate Professor of Romance Studies and Art, Art History & Visual Studies an der Duke University. Als Spezialistin für moderne und zeitgenössische lateinamerikanische Literatur und visuelle Kultur leitet sie viele Kurse für Grund- und Hauptstudium, die Forschung, Theorie und Praxis kombinieren, und führt StudentInnen in die wissenschaftlichen und künstlerischen Genealogien des Globalen Südens ein. Sie leitete mit anderen das Global Brazil Lab am Franklin Humanities Institute der Duke University, unterstützt durch ein Stipendium der Mellon Foundation (2014-2017). Gabara ist Gastkuratorin der kommenden Ausstellung Pop América, 1965-1975, die vom McNay Art Museum (San Antonio, 2018) ins Nasher Museum of Art (Duke, 2019) und ins Block Museum of Art (Northwestern, 2019) reisen wird. Pop América gewann den Inaugural Sotheby’s Prize für kuratorische Innovation und wurde großzügig von der Warhol Foundation unterstützt. Kürzlich leistete Gabara Beiträge zu zwei Ausstellungen in der pazifischen Zeitzone: Dem Programm Los Angeles/Latin America (LA/LA) von 2017, unterstützt von der Getty Foundation: The Autry Museum of the American West’s La Raza, sowie Revolution and Ritual: The Photographs of Sara Castrejón, Graciela Iturbide, and Tatiana Parcero in der Ruth Chandler Williamson Gallery am Scripps College. Sie publizierte die Monographie Errant Modernism: The Ethos of Photography in Mexico and Brazil (2008, Duke University Press) sowie zahlreiche wissenschaftliche Artikel und Beiträge in Ausstellungskatalogen. Weitere Texte werden veröffentlicht in Independent Salons, 1968-1971 (2018, Contemporary Art University Museum, MUAC/UNAM, Mexiko) sowie in Estudios de cultura visual en América Latina (2018, Institute of Aesthetic Research,  IIE/ UNAM, Mexiko).

Andrea Giunta
Andrea Giunta ist Kunsthistorikerin und Kuratorin mit Focus auf lateinamerikanische und zeitgenössische Kunst. Sie promovierte an der Universidad de Buenos Aires, Argentina, wo sie heute an der Facultad de Filosofía y Letras Professorin für lateinamerikanische und globale moderne und zeitgenössische Kunst ist. Als leitende Forscherin des CONICET, des Nationalen Rats für wissenschaftliche und technologische Forschung in Argentinien, ist sie Gastdozentin an der University of Texas in Austin. Dort hatte sie auch den Lehrstuhl für lateinamerikanische Kunstgeschichte und -kritik inne und war Gründungsdirektorin des Center of Latin American Visual Studies (2008-2013). Giunta wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter Stipendien von der Guggenheim Foundation, der Getty Foundation und der Rockefeller Foundation. Weiterhin erhielt sie das Donald D. Harrington Faculty Fellowship der University of Texas in Austin und war Tinker Visiting Professor an der Columbia University, NY, 2017.  Mehrere Universitäten haben ihre Arbeit gewürdigt, indem sie sie zu Hauptvorträgen einluden (Harvard, University of Chicago, Berkeley, New York University, Chicago Art Institute, Columbia University, EHESS, Paris). Sie hielt auch Vorträge in Museen wie dem MoMA, dem Museo Reina Sofía, dem Getty Institute, dem MFAH in Houston, dem Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (Malba), der Pinacoteca de São Paulo, dem Hammer Museum in Los Angeles, dem MUAC-UNAM etc. (Zu ihren Büchern zählen Feminismos y arte latioamericano (2018), Radical Women – Latin American Art, 1960-1985 (2017, zusammen mit Cecilia Fajardo-Hill), Verboamérica (2016, zusammen mit Agustín Pérez Rubio), When Does Contemporary Art Begin? (2014), Escribir las imágenes (2011), Objetos mutantes (2010), Poscrisis (2009), El Guernica de Picasso: el poder de la representación (2009) sowie Avant Garde, Internationalism and Politics (2007, spanische Erstausgabe 2001).

Sophie Halart
Nachdem sie ihr Studium der Kunstgeschichte am University College London mit der Promotion abgeschlossen hatte, wurde Dr. Sophie Halart im März 2018 zum FONDECYT Postdoctoral Fellow an der Universidad Alberto Hurtado in Santiago, Chile ernannt. In ihrer Doktorarbeit Epidermal Aesthetics: Skin and the Feminine in Argentine and Chilean Contemporary Art (1973- present) untersuchte sie die Produktion argentinischer und chilenischer KünstlerInnen von den 1970er-Jahren bis heute. Indem Halart – sowohl materiell wie symbolisch – die Oberflächen ihrer Arbeiten erforschte, identifizierte sie die Existenz einer "epidermalen Ästhetik" und richtete dabei ihr Augenmerk besonders auf den Topos der Haut als Schauplatz des Widerstands und der Selbstbestimmtheit. Sie war Mitherausgeberin des Buches Sabotage Art: Politics and Iconoclasm in Contemporary Latin America (I.B. Tauris, 2016). Ihr derzeitiges Postdoc-Forschungsprojekt untersucht die Diskussion zwischen dem Mütterlichen und der Materialität in der zeitgenössischen chilenischen Kunst.

Giulia Lamoni
Giulia Lamoni ist FCT Wissenschaftlerin am Instituto de História de Arte an der Nova-Universität in Lissabon sowie Gastdozentin an der dortigen kunsthistorischen Fakultät. Sie erhielt den PhD in Ästhetik/Künste und Wissenschaften der Künste an der Universität Paris I/Panthéon Sorbonne. In ihren Forschungen untersucht sie die Artikulationen zwischen Kunst und Feminismus in Portugal und Brasilien in den 1960er- und 1970er-Jahren, die Beziehungen zwischen zeitgenössischer Kunst und Migrationsprozessen sowie die Herausbildung transnationaler künstlerischer Netzwerke und heterogener Formen der Zusammenarbeit und des Dialogs von den 1960er-Jahren bis heute. Ihre Texte sind in Zeitschriften wie Third Text, n.paradoxa: international feminist art journal und Manifesta Journal: Around Curatorial Practices erschienen sowie in Ausstellungskatalogen und Büchern von Museen, darunter das Centro de Arte Moderno/Gulbenkian Foundation, das Centre Pompidou und die Tate Modern. In Forschung und Lehre interessiert sie sich für kollaborative Formen des Kuratierens, die die Grenzen zwischen wissenschaftlicher und kuratorischer Arbeit erforschen und interessante Formen gegenseitiger Beeinflussung schaffen. Zusammen mit Margarida Brito Alves und Filomena Serra kuratierte sie die Ausstellung Co-Habitar in der Casa da América Latina in Lissabon (Oktober 2016 – Januar 2017) sowie 2017 als alleinige Kuratorin die Einzelausstellung der Künstlerin Eugénia Mussa an der Galeria Quadrum in Lissabon. Im gleichen Jahr war sie Brooks International Fellow an der Delfina Foundation und der Tate Modern in London. Sie ko-kuratierte die Forschungslinie Kulturelle Transfers in globaler Perspektive am Instituto de História de Arte an der Nova-Universtät in Lissabon und ist Mitglied des Projekts Decentralized Modernities: Art, politics and counterculture in the transatlantic axis during the Cold War MODE(S) (HAR2017-82755-P). 

Dr. Laura Karp Lugo
Laura Karp Lugo erhielt ihren PhD in Kunstgeschichte von der Sorbonne (2014). Ihre Doktorarbeit gewann den Preis des Musée d’Orsay und wird bei Presses universitaires de Rennes im Druck erscheinen.  Seit 2007 hat sie in verschiedenen internationalen Forschungseinrichtungen und Universitäten gearbeitet, darunter das Institut national d'histoire de l'art (Paris), die Universität Buenos Aires, die Universität São Paulo, die Universität Barcelona sowie das Deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris. Derzeit ist sie Postdoc-Forscherin für METROMOD, ein ERC-Project unter der Leitung von Prof. Dr. Burcu Dogramaci an der LMU München

Stephanie Weber Stephanie Weber ist seit 2014 Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Lenbachhaus in München. Von 2010 bis 2014 arbeitete sie als Assistenzkuratorin am Department of Media and Performance Art am Museum of Modern Art in New York. Im Lenbachhaus organisierte sie unter anderem die große Ausstellung und das Konservierungsprojekt für die französisch-argentinische Künstlerin Lea Lublin (2015, Justus-Bier-Preis für Kuratoren), die Ausstellung Rochelle Feinstein: I Made a Terrible Mistake (2016, Preis der AICA Deutschland "Sonderausstellung"), sowie After the Fact: Propaganda in the 21st Century (2017), eine Ausstellung und ein Veranstaltungsprogramm, das die dialektische Beziehung zwischen heutiger westlicher Propaganda und Kunst ausleuchtete. 2016 initiierte sie als freie Kuratorin (zusammen mit Manuela Ammer, Eva Birkenstock, Jenny Nachtigall und Kerstin Stakemeier) die Ausstellung und das Zeitschriftsprojekt Klassensprachen / Class Languages, präsentiert im DISTRICT Berlin und im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf. Derzeit bereitet sie eine Ausstellung und Veröffentlichung zu den Werken von Senga Nengudi vor (Lenbachhaus, September 2019).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit