Geschichte und Erinnerung

Exkursion,


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Exkursion auf Deutsch
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5 EUR zzgl. Ausstellungseintritt


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Übersicht aller Veranstaltungen

Wie die Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis diesem später Bedeutung verleiht, ist eine der Schlüsselideen der Zeitgeschichte. Sich an ein Ereignis zu erinnern, steht im Zentrum von Versöhnung und Mahnung – aber auch in den Debatten darüber, wie dieses Ereignis im kollektiven Gedächtnis festgehalten werden soll. Geformt aus dem Blickwinkel der Gegenwart, spiegeln Erinnerungszeichen die jeweiligen Befindlichkeiten, Kontinuitäten und Brüche einer Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Vergangenheit wider.

Wie funktioniert Erinnerung? Wie wird und bleibt sie sichtbar? Von welchen Bildern wird unser kollektives Gedächtnis geprägt? Und welche Rolle spielt dabei die zeitgenössische Kunst? Das Seminar diskutiert solche Fragen an spezifischen Orten des Erinnerns und Gedenkens in München.
Ausgangspunkt des ersten Teils ist das NS-Dokumentationszentrum. Von dort aus lernen die Teilnehmer in einem Stadtrundgang exemplarische Denkmäler, Mahnmale und Kunstinstallationen kennen, die mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt in Verbindung stehen. Dabei werden Entstehungsbedingungen, Entwicklungen sowie die geschichtlichen und politischen Hintergründe in den Blick genommen. Denn bis heute ist die Art und Weise, wie im öffentlichen Raum an die nationalsozialistische Vergangenheit erinnert werden soll, Auslöser zuweilen heftig geführter Kontroversen.
Der zweite Teil des Seminars findet in der Ausstellung „Vivan Sundaram: Umbrüche“ im Haus der Kunst statt. 1987 reiste der indische Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla) für ein Kulturaustauschprogramm nach Polen, wo er auf eigenem Wunsch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchte. Dieser Besuch berührte ihn tief und führte zur Werkserie „Long Night“, die den Opfern des Holocaust gewidmet ist und zugleich die Sinnlosigkeit des Krieges und das Recht auf Leben widerspiegelt.

Referenten: 
Thomas Rink, wissenschaftlicher Mitarbeiter am NS-Dokumentationszentrum München im Bereich Bildung
Sabine Brantl, Kuratorin Archiv und Leitung Bildungsprogramme am Haus der Kunst

Die Veranstaltung findet im  NS-Dokumentationszentrum und im Haus der Kunst statt.

Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1 (ehemals Brienner Straße 34)  
Dauer: 6 Stunden (mit Pause)
Anmeldung unter:
archiv@hausderkunst.de