Gabi Ngcobo, Kuratorin der 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Foto: Masimba Sasa.

Künstlergespräch mit Oscar Murillo und Gabi Ngcobo

Künstlergespräch ,


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Künstlergespräch auf Englisch
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5 €


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Künstlergespräch mit Oscar Murillo und Gabi Ngcobo

Anlässlich der Kapsel-Ausstellung "Oscar Murillo. Going Forth: The Institute of Reconciliation" führt Gabi Ngcobo ein Gespräch mit Oscar Murillo. 

Oscar Murillo (*1986 in La Paila/Kolumbien) hat in nur wenigen Jahren eine der aufregendsten Positionen der Gegenwartskunst entwickelt. Primär in der Malerei beheimatet, sprengt er diesen Rahmen auf radikale Weise, indem er Videos, Zeichnungen, Drucktechniken, Skulptur, installative und performative Elemente in seine Arbeiten integriert und ihnen dadurch eine unmittelbare und körperliche Qualität vermittelt. 

In Murillos Installationen befindet sich der Betrachter inmitten eines präzise choreografierten und hochenergetischen Spannungsfelds, das sich durch die Interaktion von Arbeit und Spiel, Produktion und Konsum, Original und Aneignung, Zentrum und Peripherie sowie durch die Beziehung von Materie und Transzendenz auszeichnet. 

Das Gespräch gibt Einblicke in die historischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Assoziationsfelder von Murillos Kunst und stellt die unterschiedlichen Arbeitsprozesse und kollaborativen Projekte des Künstlers vor.

Gabi Ngcobo arbeitet seit den frühen 2000er Jahren in kollaborativen künstlerischen, kuratorischen und edukativen Projekten auf internationaler Ebene. Sie ist Gründungsmitglied der zwei in Johannesburg ansässigen kollektiven Plattformen NGO (Nothing Gets Organised) und CHR (Center for Historical Reenactments, 2010–14). NGO befasst sich mit Prozessen der Selbstorganisation abseits festgelegter Strukturen, Eindeutigkeiten, Kontexte oder Formate. Das CHR untersuchte mit Blick auf aktuelle Themen, wie historische Vermächtnisse in der zeitgenössischen Kunst aufgegriffen und verarbeitet werden. Zuletzt hat Ngcobo die 32. Bienal de São Paulo mitkuratiert, die 2016 im Ciccillo Matarazzo Pavilion in São Paulo, BR, zu sehen war, sowie A Labour of Love, 2015, im Weltkulturen Museum, Frankfurt am Main. Sie war für die Iziko South African National Gallery in Kapstadt, SA, sowie für die Cape Africa Platform tätig, wo sie 2007 die Cape07 Biennale in Kapstadt, SA, ko-kuratierte. Seit 2011 unterrichtet sie an der Wits School of Arts der University of Witswatersrand, SA. Ihre Texte wurden in diversen Katalogen, Büchern und Magazinen veröffentlicht.