3. März - Tag der Archive im Haus der Kunst

Rundgang zur Geschichte und Architektur des Gebäudes
Samstag, 3. März 2018

11 Uhr und 16 Uhr 

Seit den 1990er-Jahren gehört die kontinuierliche Befragung des Ortes und seiner Geschichte zum Selbstverständnis des Haus der Kunst. 2004 wurden die Bestände des Archivs erschlossen. Heute ist das Archiv als lebendiges Zeugnis von Vergangenheit und kritischer Neugestaltung Teil der Ausstellungsfläche. Anlässlich des Tages der Archive führt Sabine Brantl durch das Gebäude und die von ihr kuratierte Ausstellung „München, Sommer 1937“.

Im Sommer 1937 besuchten über 700.000 Touristen die Stadt München. In deren Amateurfilmaufnahmen und Schnappschüssen sind auch die Gebäude und Vorzeigeprojekte der NS-Propaganda im Hintergrund zu sehen. In diesem Sommer, in dem das ‚Haus der Deutschen Kunst‘eröffnet hatte, entstand auch ein anonymer Amateurfilm, als Erinnerung und Dokument einer Vergnügungsreise. In diesem Film entsteht der Eindruck, das Jahr 1937 habe aus privaten, wertfreien Ereignissen bestanden. Dabei war der Sommer 1937 politisch betrachtet eine Zeit der trügerischen Ruhe, die spätestens mit dem Novemberpogrom dramatisch endete.

Der Rundgang führt von der Präsentation in der Archiv Galerie „München, Sommer 1937“ auch in nicht öffentlich zugängliche Räume, wie den Heizungskeller und das Historische Archiv.

Begrenzte Teilnehmerzahl.
Eintritt frei.
Anmeldung unter: archiv@hausderkunst.de

Direktor Peter A. Ade (im Liegestuhl, Mitte) und sein Team, 1950er-Jahre Haus der Kunst, Historisches Archiv
Direktor Peter A. Ade (im Liegestuhl, Mitte) und sein Team, 1950er-Jahre Haus der Kunst, Historisches Archiv

13–15 Uhr Show & Tell

Mit „Show & Tell“ ruft das Haus der Kunst ein neues Veranstaltungsformat ins Leben. Ein Foto aus den 1950er-Jahren zeigt Peter A. Ade, den ersten Direktor im Haus der Kunst der Nachkriegszeit, und sein Team in entspannter Atmosphäre und Freizeitkleidung. Das Bild dürfte in teils privatem Zusammenhang entstanden sein und fand sich im Archiv des Museums.

Viele verbinden die Nachkriegszeit mit besonders intensiven Momenten der Begegnung mit Kunst. Erstmals nach den Verwüstungen des Krieges konnten sie ihren Durst nach Kultur wieder stillen. Entsprechende Erinnerungen haben viele Münchner Bewohner vor allem in Zusammenhang mit dem Haus der Kunst. Kaum kriegsversehrt, stand es früher als andere Häuser für internationale Moderne und zeitgenössische Kunst.

Mit „Show & Tell“ möchte das Team vom Haus der Kunst zu persönlichen Erinnerungsgeschichten anregen. Wir bitten die Teilnehmer, ihr persönliches Erinnerungsstück mitzubringen und in diesem Kreis dessen Geschichte zu erzählen. Durch das gemeinsame Gespräch können weitere Querverbindungen und Informationen ans Licht kommen.

Begrenzte Teilnehmerzahl.
Eintritt frei.

Information und Anmeldung: 
Sabine Brantl, Kuratorin Archiv und Leitung Bildungsprogramme
+49 89 21127-132
archiv@hausderkunst.de


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