Fumi Okiji

Fumi Okiji ist Black Arts Postdoctoral Fellow an der Northwestern University, Illinois. Ihr ihrer Forschungsarbeit untersucht sie, wie schwarze Ausdrucksformen den Missverhältnissen modernen und zeitgenössischen Lebens auf den Grund geht. In Kürze erscheint ihr Buch Jazz as Critique: Adorno and Black Expression Revisited (Stanford), das zeigt, wie die Musik, als Ausdruck des Lebens, das die Integrität der Welt dauernd infrage stellt, gesellschaftliche Kritik übt und Modelle für einen alternativen Modus von Sozialität entwickelt.

Ihre derzeitige Forschung konzentriert sich auf Weissagungspraktiken und Zufallsereignisse in Theologie und Ästhetik der Yoruba sowie auf Jazz als Antwort auf die Einengung und Aneignung der Idee der Weissagung durch neoliberale Ideologie und mit dem Ziel einer Anerkennung und Nutzbarmachung der Ungewissheit, die der künstlerischen/expressiven Aufnahme und deren Archiven innewohnt. Okijis bringt Ifá (mündliche Texte und Musik der Yoruba) und Jazz zusammen und setzt sich mit den Widersprüchen des Bruches der Mittelpassage und der Überbleibseln der Alten Welt auseinander, ohne sie auszugleichen zu versuchen. Dabei ist Okiji auch Musikerin und befasst sich derzeit mit praxisbasierten Forschungsprojekten, die sich theoretisch und experimentell mit Vandalismus und dem Zerbrechen von Platten/Aufnahmen befassen und daraus alternative epistemologische Rahmenkonzepte entwickeln. 


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