Christine Sun Kim

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Geboren
1980, Orange County, CA/USA
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Die US-Amerikanische Künstlerin Christine Sun Kim (*b. 1980 in Orange County, CA/USA lebt und arbeitet in Berlin) untersucht mittels Zeichnung, Malerei, Performance und Video wie Sprache und Klang Gesellschaft(en) strukturieren sowie Ein- und Ausschluss markieren. In der Verbindung von Amerikanischer Gebärdensprache, körperlichem Ausdruck, Schriftsprache und musikalischen Notationen eröffnet Christine Sun Kim zugleich Perspektiven auf neue, multisensorische Kommunikationsformen, die nicht auf dem Prinzip auditiver Dominanz basieren. Durch Formen der Wiederholung und Variation verweist Kim dabei auf systemischen Ableismus – die tief im westlichen Denken und in gesellschaftlichen Infrastrukturen verankerte Diskriminierung von Menschen, deren physische und mentale Fähigkeiten als von der Norm abweichend kategorisiert werden.

Kim fertigt serielle Kohlezeichnungen an, die Affekte wie Wut und Erschöpfung beruhend auf alltäglichen Erfahrungen der Ausgrenzung und Unzugänglichkeit in öffentlichen Institutionen in quantifizierbare, diagrammartige Schaubilder überführen. In den letzten Jahren erzeugt Kim ortsspezifische Wandmalereien innerhalb kultureller Institutionen und großformatige Prints für Billboards und Plakatflächen, die den öffentlichen Raum durchziehen. Mit diesen äußerst pointieren Notationen, die Konzeptkunst, Institutionskritik und Kunst-Aktivismus gleichermaßen umspannen, fordert Kim Bewusstsein für das Leben und die Kultur von Gehörlosen, ihr Verhältnis zu Klang und Sprache, und die notwendige Transformation gesellschaftlicher Strukturen hin zu gleichberechtigter Teilhabe.

Christine Sun Kims Werk wurde international ausgestellt, unter anderem im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (2021); im Manchester International Festival, Manchester (2021); im MIT List Visual Arts Center, Cambridge (2020); bei der Whitney Biennale, New York (2019); bei Albright-Knox Art Gallery, Buffalo (2019); im Art Institute of Chicago (2018); im San Francisco Museum of Modern Art (2017); im De Appel Arts Center, Amsterdam (2017); Berlin Biennale (2016); in der Shanghai Biennale (2016); im MoMA PS1, New York (2015) und im Museum of Modern Art, New York (2013), neben zahlreichen anderen. Sie wird von der François Ghebaly Gallery in Los Angeles und White Space Beijing in Peking vertreten.

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