Schöpfer

Raphaela Vogel

Information about Schöpfer

Titel
Schöpfer
Künstler
Raphaela Vogel
Datum
2018
Material
Formplastik: Polyurethan Elastomer, Münzen
Dimensionen
ca. 90 x 30 x 15/8 cm

Über das Kunstwerk

Raphaela Vogel 
Schöpfer, 2018
Formplastik: Polyurethan Elastomer, Münzen
Maße: ca. 90 x 30 x 15/8 cm Edition mit Unikatcharakter, Auflage: 10
Preis: 1600 Euro (inkl. MwSt zzgl. Versandkosten) 
Erhältlich als Special Edition durch das Haus der Kunst

Betritt man die eigens für das Haus der Kunst konzipierte Installation Raphaela Vogels A Woman’s Sports Car (2018), stößt man unweigerlich auf das Werk Schöpfer (2018), das am Fuß des Treppenaufganges gebeugt auf dem messingfarbenen Geländer angebracht ist und im Vorbeigehen an die geöffnete Hand eines Bittstellers erinnert. Die Formplastik fügt sich in die künstlerische Arbeit im Treppenhaus ein – fusioniert mit den aus dem gleichen Material gefertigten Fortsätzen, die aus einem alten, von der Decke abgehängten Motor sprießen und einen Vogelkäfig tragen, aus dessen Licht pulsierenden Inneren heraus eine Videoarbeit strahlt. Auch die architektonischen Ornamente der Videoarbeit finden in der Arbeit eine formale Fortsetzung. Das Werk nimmt in seiner Form und Materialität das von Raphaela Vogel geschaffene,  eigenwillig  verspielte Raumszenario auf und greift gleichzeitig unmittelbar auf das Inventar des Ausstellungsortes zurück. Als Abguss der kugelförmigen, pompös wirkenden Gestaltung des Treppengeländers spiegelt die Arbeit ein Stück der dominanten, institutionellen Architektur und deutet diese gleichzeitig als weiche Form um.  Auf den Kopf gestellt, erinnert der Abguss  – ganz im Sinne des Titels der Arbeit - an einen gebogenen „Suppenschöpfer“. In der Zusammenschau mit den anderen Arbeiten spielt der Titel jedoch auch auf eine schöpferische Kraft an, die in Raphaela Vogels Werk eng mit dem Wirken in eine ungewisse Zukunft verbunden ist. Im Inneren der Schöpfkelle befinden sich Münzen aus Thailand und China, die symbolisch für die westliche Konsumhaltung gegenüber Asien stehen könnten (ein Gedanke, den die Künstlerin mit den Drachensäulen auch in ihrer Multimediainstallation im Obergeschoss aufgreift).  Das Restgeld  – dessen Gewicht die Skulptur scheinbar ihre Form verdankt  – wirkt wie ein Überbleibsel vergangener Reisen,  für das es keine Verwendung mehr zu geben scheint.

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