Im Rahmen der Ausstellung „Glamour und Geschichte. 40 Jahre P1“ hatten wir Sie gebeten, Ihre persönlichen P1-Geschichten mit uns zu teilen. Wir danken Ihnen herzlich für die zahlreichen Beiträge und freuen uns, einige der schönsten und spannendsten Geschichten sowohl hier als auch in unserem kommenden Magazin veröffentlichen zu können.

Long Time Ago …

Foto: Corinna, Nikolausparty.

Ein Schnappschuss der meinen Vater, Dr. Wolfgang Poeck, Jahrgang 1932 mit seinen Freunden im P1 zeigt siehe Aufdruck auf den Nikolausstiefeln. Er sitzt vorne, zwischen den beiden Damen. Leider kenne ich das Jahr nicht genau, ich denke das muss zwischen 1955 und 1960 gewesen sein. Mein Vater ist im März dieses Jahres mit 92 Jahren in Tegernsee verstorben.
Corinna

Es war für mich eine Reise in die Vergangenheit, als meine Schwester mich bei meinem letzten Besuch in München in die Ausstellung zur Geschichte vom P1 ins Haus der Kunst mitnahm. In Bogenhausen aufgewachsen, habe ich 1977 1979 zusammen mit meinem damaligen Freund im Lehel gewohnt. Es war somit nur ein kurzer Weg mit dem Fahrrad ins P1. 1977 begann ich dort jeden Freitag und Samstag von 23 Uhr bis 4 Uhr zu arbeiten. Manfred Neumayr führte damals das P1. Die Gäste waren weniger Studenten, eher wohlsituierte Gäste, die sich sowohl die Getränke als auch die angebotenen Speisen leisten konnten. Ein älterer Herr war Türsteher, der höflich darauf achtete, dass keiner diese gepflegte Atmosphäre störte. Und so war es dann auch, eine angenehme, gelöste Stimmung bei aktueller Musik. Zwei Jahre habe ich da gearbeitet und ich kann mich an keine eklatanten Vorfälle erinnern. Manchmal gab es Feste, z.B. erinnere ich mich an die wunderbare Stimmung auf den Sommerfesten auf der nach hinten gelegenen Terrasse! Auch Faschingsfeste gab es! Ausgelassen ja, aber in keinster Weise exaltiert. Ich habe dort gerne gearbeitet, es war unterhaltsam und die Gäste waren großzügig mit Trinkgeld. Für mich als Studentin ein willkommenes Zubrot!

Ich habe mir Ihre Broschüre über die Geschichte des P1 mitgenommen. So ausgelassen und prominent habe ich es nicht kennengelernt. 1979 bin ich aus München weggezogen und habe nur über meinen Bruder (der mit Michael Käfer zusammen das Luitpoldgymnasium besucht hat) von den Veränderungen gehört. Besucht habe ich das P1 seitdem nicht mehr. Meine Geschichte ist nicht spannend oder aufregend, für mich aber bleibt es eine wunderbare Erinnerung an zwei wunderbar unbeschwerte Jahre im alten Münchner Nachtleben! Jetzt lebe ich schon seit geraumer Zeit in Hamburg.
Eva-Maria

Als ich noch ein Teenie war, war ich oft Gast im P1. Auch an dem Abend an dem die spätere Fürstin Gloria mit ihrem Johnny (Johannes von TT) auf dem Tisch tanzte.
Ulrike (58)

Als ich bei euch war, war ein Zebra auf der Tanzfläche lange ist es her.
Uwe (64)

Long time ago … ich hatte mal einen schönen interessanten Schnack mit Uwe Ochsenknecht an der Garderobe, war nett :)
Steffi (45)

Foto: Bernhard, DJ.
Foto: Bernhard, DJ, Lupo.

In den 80/90er Jahren hatte ich viel für das Stadtmagazin Prinz fotografiert. Dabei ist u.a. eine Reportage über die DJs in den Clubs der Stadt entstanden. Der Beschriftung nach sind die Bilder 1991 entstanden (wurden mitentwickelt bei einem anderen Auftrag…). Die eine Serie, ist der DJ Georg (damals ständig im P1 HausDJ) in der DJ Kanzel im Hintergrund der Club mit Tanzfläche. Auf den einzelnen Dias ist der inzwischen verstorbene DJ Lupo zu sehen in der legendären DJ-Kanzel.
Bernhard

Foto: Max, P1.
Foto: Max, zu Hause.

Ich habe vor 25 Jahren beim Umzug vom alten ins neue P1 mitgeholfen und Teile der originalen Innenausstattung wanderten nicht in den Container, sondern wurden von mir abtransportiert und eingelagert. Als alter P1Gänger konnte ich eine unwiederbringliche Vernichtung nicht zulassen ;-)
Die DJKanzel habe ich übrigens auch noch.
Max

One Minute of Fame !

Foto: Ingo Hugh Heffner.

Ich war vor ca. 20 Jahren zum ersten Mal im P1 und möchte euch wenigstens eine Geschichte erzählen mit der die ewige Frage geklärt ist Wie kommt man eigentlich ins P1?. Nun ja, es gibt natürlich viele Wege und es war damals eigentlich immer ein Wettstreit zwischen mir und meinem Freund Fabi, wer denn zuerst reinkam und dann natürlich dafür sorgte, dass der andere auch reindurfte. Ich erzähle euch nur von einem Weg. Ich hatte gehört, dass kein Geringerer als Hugh Hefner ins P1 kommt und dort seinen Geburtstag feiern möchte. Hugh Hefners Geburtstagsparty? Da bin ich doch dabei, sagte ich meinem Freund Fabi. Und wie willst du da reinkommen? fragte er. Mach dir darüber keine Sorgen, dass schaffe ich, antwortete ich. Und ich war dann auch ein paar Wochen später am Samstag im P1 auf der Geburtstagsparty von Hugh Hefner. Natürlich wurde ich nicht nur von Fabi gefragt: Hey, wie hast Du das denn geschafft?, sondern auch noch von vielen anderen Freunden und Bekannten.
Ich erzählte, dass ich eigentlich einen ganz einfachen Plan hatte. Ich fuhr am Montag vor der Party zum ersten Mal ins P1. An diesem Montag war nichts los und ich war sofort drin. Ich blieb auch nicht lange, ich musste ja am nächsten Tag arbeiten. Auch am Dienstagabend fuhr ich ins P1. Es war etwas mehr los, aber ich kam ohne Probleme wieder rein. Ihr könnt euch jetzt den Rest der Geschichte sicherlich denken. Ich war natürlich auch am Mittwoch, Donnerstag und Freitag im P1. Bereits am Donnerstag hatte man mich gefragt „Du kommst diese Woche ja jeden Tag, oder?“. Stimmt, denn das war mein Plan und am Samstag hatte mich dann auch einer der Türsteher wiedererkannt und ich bin schnell an der Schlange vorbei reingekommen. Damals war das P1 innen noch weiß und Hugh Hefner hatte einen Platz in dem hinteren Bereich, den man für VIPs absperren konnte. Leider ist nichts aus dem Foto mit Hugh geworden. Aber für ein Beweisfoto von dem Gründer des Playboy“, wie er im VIP Bereich des P1 Party macht, hat es gereicht.
Ingo

In den späten 90er Jahren waren mein Kumpel Robert und ich an einem Donnerstagabend im P1. An der Bar oberhalb der Tanzfläche bei Dirk und Daniel waren immer unser Flaschen deponiert, wie es eben damals so üblich war. Wir haben uns Richtung Tanzfläche gesetzt. Ansonsten war die Bar erstaunlich leer. Im Verlauf wurden übers Eck direkt neben mir einige englischsprachige Personen platziert, ich glaube 3 oder 4. Neben mir ein etwas kleinerer Mann mit leicht zerfurchtem Gesicht. Natürlich habe ich diesen NICHT erkannt, ich hielt Ihn aus irgendeinem Grund, vielleicht sein Slang, für einen Australier. Wie dem auch sei, haben wir uns immer wieder über alltägliche Dinge wie z.B. Familie oder Sport unterhalten. Meine Zigaretten hat er auch gerne geraucht, einmal musste ich nachholen. So verging der Abend, es war relativ wenig los, die Tanzfläche war leer, sodass ich ein oder zweimal runter ging zum Tanzen. Kurze Zeit später kam dann mein besagter Sitznachbar und wir haben mächtig losgelegt, trotz seines mutmaßlich deutlich höheren Alters ist der übers Parkett gefegt. Hat richtig Spaß gemacht, ich glaube das war sogenannter Pogo. Meines Wissens hat die ganze Angelegenheit kein größeres Aufsehen erregt. Nach geschätzten 3 Stunden war dann Zeit zum Aufbruch, man hat sich kurz verabschiedet und sich alles Gute gewünscht, das war’s. Robert war den ganzen Abend gut gelaunt und hat mir freundlicherweise am Schluss erklärt, dass mein Sitznachbar Mick Jagger war.
Hermann

Die Dame ist nicht Pfarrerstochter, sondern eine Augenarzt-Tochter, Ulrike.
Die Pfarrerstochter ist Christina Haack, die 1990 eine „Liaison“ mit Mick Jagger hatte.
Michela

Ende der 90er. Mein bester Freund und ich standen vor dem Eingang des legendären P1. Obwohl wir die letzten Jahre irgendwie immer wieder hineingeschlüpft waren, fühlten wir uns noch immer wie Teenies im VIP-Bereich – genau genommen, waren wir das ja auch. Es musste gerade Bauma-Zeit in München sein, denn die Schlange bestand aus einer endlosen Reihe von Anzugträgern, die alle mit mehr oder weniger subtilen Versprechungen versuchten, sich hineinzumogeln: „Wir sind eine Gruppe, die viel konsumiert.“ (So charmant, so erfolglos). Damir, der Türsteher, hatte sichtlich Spaß. Mit einem breiten Grinsen rief er in die Menge: „So, meine Herren, einmal alle einen Schritt zurück!“ Dann setzte er ein verschmitztes Lächeln auf: „Jetzt machen wir mal einen Kartencheck!“ Mein Freund und ich? Karten? Fehlanzeige. Member Cards – die VIP-Tickets ins P1 – hatten wir nie. Ein Barkeeper namens Mammad hatte mir irgendwann mal seine Visitenkarte zugesteckt, die gelegentlich funktionierte, aber eher auf der „Hit or Miss“-Basis. Manchmal durften wir rein, manchmal wurde die Karte eingesammelt, und wir mussten schmollend den Heimweg antreten. Wir zogen uns zur Seite zurück, außer Sichtweite der Türsteher, und hielten Kriegsrat. „Zeig mal deinen Geldbeutel“, schlug ich vor. Er klappte ihn auf, und da strahlte uns… eine alte, etwas angeranzte Club Nintendo-Karte an. Wir sahen uns an und prusteten los. „Okay“, sagte ich, „versuchen wir’s damit!“ Mit dem Mut der Verzweiflung und einer gesunden Dosis Selbstironie schoben wir uns an den Herren in Nadelstreifen vorbei, traten direkt an Damir heran, und mein Freund hielt ihm die Nintendo-Karte unter die Nase. „Du meintest doch Kartencheck, oder? Bitteschön!“ Damir musterte die Karte mit einem Hauch Anerkennung, grinste breit und winkte uns tatsächlich durch. „Viel Spaß, Jungs! Schönen Abend!“ Wir fühlten uns wie die Könige der Nacht, VIPs im Nintendo-Style. Die restlichen Anzugträger hatten weniger Glück: „Ohne Karte? Versucht es gern mal an einem Wochentag wieder. Schönen Abend noch!“ Ein Triumph, der in unsere persönliche Hall of Fame einging.
Maximilian

Mit Pyjama zum Sonntagsbrunch :)
Hendrik (42)

Glücklicherweise kannte mein Mann die Türsteherin Nikki und den anderen, dessen Namen wir nicht kennen. Wir kamen vom „Fußball WM 2006 Publik Viewing“ mit großen Rucksäcken, Isomatten, Jogginghosen und durfte dennoch durch den VIP Eingang durch. „1 minute of fame!“ for us ♥
Sabine (47)

Danke P1!

Foto: Jeanette.

Meine P1 Geschichte begann 1995 recht spät mit 22 Jahren. Das „Stüberl“ war mein zweites Zuhause. Jeden Donnerstag, Freitag und Samstag - später dann auch noch montags im Blub Club. Mein Türsteher war der Less, der mich immer aus der Menge geholt und manchmal sogar über den Absperrzaun gehoben hat. Auch der Damir kannte einfach alle seine Leute. Man fühlte sich immer unique. Ob Sommerfest, Fasching oder Events, immer kreativ das Oanser. Mal kamen wir im Morgenmantel mit Sonnenbrille, mal mit Catsuit und indischem Punkt zwischen den Augen - alles im P1 war immer glamourös. Jedes Wochenende war gefüllt mit Prominenten. Um 2 Uhr morgens ein Mozzarella Tomaten Sandwich bei Hugo immer ein Genuss. Wenn die letzten Gäste um ca. 5 Uhr morgens oder später weg waren, saßen wir oft noch mit den coolen Jungs, die die Garderobe machten zusammen und zogen dann oft weiter in das Nachtcafé zum Frühstücken.
Ihr habt mir meine 20er Jahre besonders gemacht - danke P1.
Jeanette

Im P1 kennengelernt – seit Ende 1984 ein Paar – heute noch – 4 Kinder (30, 27, 22, 18) Danke dafür!
Andreas und Ulrike

Dank dem damaligen Türsteher und ich denke noch immer bekannten Münchner DAMIR FISTER, ein guter Freund und damaliger Klassenkamerad, kam ich auch mit Latzhose ins P1😅Ein tolles Gefühl damals, so in Latzhose an den aufgestylten Mädels an der ewig langen Warteschlange vorbei, wenn Damir mich mit seinem charmanten „Servus“ begrüßte und „durchwinkte“. Ich muss oft daran denken. Auch meinen Mann habe ich 1996 im P1 kennengelernt. Wir sind noch immer zusammen💃🏻💕🕺🏻
Karin

Vater meiner Tochter kennengelernt. 1997/8
Anonym

31.3.1998. Mein 18. Geburtstag im P1-Stüberl. Meine Family hat mich eingeführt. Danke an Onkel Michael, Onkel Stefan. Danach war ich 15 Jahre Stammgast. Bussi ♥
Stefanie (54 – gefühlt wie 20 :))

Wir, Elisa und Jakob, lernten uns 2007 bei einer wilden Moto-Party kennen. Ich war der Tiger und sie die Gazelle. Ich auf der Jagd, sie nur auf der Suche nach etwas Freiheit … 17 Jahre später blicken wir auf die Geburt unserer zwei Kinder und unsere traumhafte Hochzeit zurück. Danke P1!
Elisa und Jakob

Wir waren spontan auf einem Porscheevent, an dem Abend habe ich meine liebsten Münchner Freunde kennengelernt. War toll und witzig!
Vanessa (21)

Ich habe 2 Jahre hintereinander zur Wiesn den gleichen, schönen Mann küssen dürfen! Danke P1 ♥
Sophie (28)

Auf die nächsten 40 Jahre!

Foto: Nathalie, Servus.

Servus! Mit dem Foto tragen wir ein Stück der P1 Geschichte bei, auf viele weitere Jahrzehnte. Herzliche Grüße aus Hamburg ins schöne München.
Nathalie

Die erste Klub Erfahrung in München war die Wiesn Afterparty im Einser. Tolle Leute, schöne Erfahrung. Dieses Jahr gerne wieder.
Leonard (19)

War zweimal im P1. Dank einer Begegnung auf Ibiza. Er war Dauergast im Club, so war es möglich durch ihn in den Club zu kommen. Liegt schon länger zurück, im Umbau 2002 sowie 2003 im neuen Glanz. Tolle Atmosphäre, Stimmung super, interessante Begegnungen, schöne Erinnerungen. Auf die nächsten 40 Jahre!
Erich (60)

Das P1 war viele Jahre erst mein Sehnsuchtsort und dann mein 2tes Wohnzimmer. Wenn Dirk mich durch die vielen Wartenden heranwinkte, fühlte ich mich auserwählt. Ich, die Tiermedizin-Studentin, die weder reich noch berühmt war. Mitten in der Nacht radelte ich auch bei Eiseskälte durch den Englischen Garten und tauschte schnell noch die Winterklamotten gegen ein P1- taugliches Outfit. Egal ich wäre auch durch die Antarktis geradelt, um hier zu sein. Ich liebte den Style und die Musik. Die Drinks konnte ich mir natürlich nicht leisten, aber meist fand sich jemand der genauso tanz- und feierwütig war und mehr Geld hatte. Vor einigen Jahren war ich noch einmal dort. Meine Tochter war auf einer privaten Party eingeladen und schleppte mich mit. Als ich sie dann so sah in meinem Einser genauso begeistert tanzend wie ich damals, war ich wehmütig und glücklich zugleich. Jetzt feiert eben die neue Einser Generation in einem Club, der immer noch genauso stylisch und cool ist. Einser forever!
Uschi