Tipp

Jahresvorsätze und Programmvorschau 2022

Geschrieben von Haus der Kunst,

Echoes. Live exhibition
3—13.3.22

Filmstill aus Tarek Lakhrissi, Spiralling, 2021 © Courtesy of the artist and Vitrine Gallery | von  Filmstill aus Tarek Lakhrissi, Spiralling, 2021 © Courtesy of the artist and Vitrine Gallery
Filmstill aus Tarek Lakhrissi, Spiralling, 2021 © Courtesy of the artist and Vitrine Gallery | von Filmstill aus Tarek Lakhrissi, Spiralling, 2021 © Courtesy of the artist and Vitrine Gallery

Vorsatz fürs neue Jahr #1
Aus dem Winterschlaf erwachen, bei einer Performance im Haus der Kunst reichlich Schallwellen empfangen und die ersten Frühlingsgefühle verspüren.

Echoes“ präsentiert Performances und zeitbasierte Medien. Die Ausstellung versammelt künstlerische Praktiken, die auf kulturelle Formen der Amnesie – hervorgerufen durch anhaltende imperialistische Politik und gewaltsame Vertreibungen – reagieren.

Fujiko Nakaya
8.4—31.7.22

Fujiko Nakaya, Maldives Fog, Maldives, 2012 © Courtesy of The Japan Foundation | von Fujiko Nakaya, Maldives Fog, Maldives, 2012 © Courtesy of The Japan Foundation
Fujiko Nakaya, Maldives Fog, Maldives, 2012 © Courtesy of The Japan Foundation | von Fujiko Nakaya, Maldives Fog, Maldives, 2012 © Courtesy of The Japan Foundation

Vorsatz fürs neue Jahr #2
Zu versuchen, den Nebel von Fujiko Nakayas Skulpturen in der Umgebung des Haus der Kunst einzufangen, die Fotos davon mit Freunden teilen, und anschließend im Ausstellungsraum die Einzigartigkeit von Schneeflocken bestaunen.

Fujiko Nakayas Nebelskulpturen sind Kunstwerke, die Besucher*innen bestaunen, betreten und sogar verändern können. Nicht nur Menschen, sondern auch Temperatur, Wind und Atmosphäre beeinflussen Aussehen und Verhalten der Nebelskulpturen. Nakaya entwickelte früh ein starkes ökologisches Bewusstsein und arbeitet bis heute mit Luft und Wasser – Elemente, die inzwischen im Zusammenhang der Klimakrise besondere Bedeutung erlangt haben.

Dumb Type
6.5—11.9.22

Dumb Type, Playback, 2018 Installation image, exhibition “Dumb Type | Actions + Reflections” at the Museum of Contemporary Art Tokyo, 2019-20 Photo: Kazuo Fukunaga
Dumb Type, Playback, 2018 Installation image, exhibition “Dumb Type | Actions + Reflections” at the Museum of Contemporary Art Tokyo, 2019-20 Photo: Kazuo Fukunaga

Vorsatz fürs neue Jahr #3
Einem Konzert verdrehter Plattenspieler beiwohnen und dabei die unaufhörliche Datenflut der Konsumgesellschaft und den eigenen Medienkonsum hinterfragen.

Das Kollektiv Dumb Type kritisiert eine Konsumgesellschaft, die durch die ständige Daten- und Technologieflut „dumb“ gemacht wird. Der Name spielt auf die englische Doppeldeutigkeit des Begriffs an: dumm bzw. sprachlos. Eine ihrer Installationen lässt Besucher*innen in die Banalität eines durch künstliche Intelligenz geschaffenen Wort-Clusters eintauchen.

Carsten Nicolai
3.6—17.7.22

Carsten Nicolai, "Unidisplay (tri-version)", 2012 Exhibition Views, Musée d'Art Contemporain Montréal, Canada Photos: Richard-Max Tremblay © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and Pace Gallery, VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Carsten Nicolai, "Unidisplay (tri-version)", 2012 Exhibition Views, Musée d'Art Contemporain Montréal, Canada Photos: Richard-Max Tremblay © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and Pace Gallery, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Vorsatz fürs neue Jahr #4
Mit Hilfe der historischen Antenne auf dem Dach des Haus der Kunst die elektromagnetischen Wellen von Carsten Nicolais Installation empfangen und den Körper als Magnetfeld wahrnehmen.

Carsten Nicolais Installation ist inspiriert von japanischen Zen-Gärten, von denen oft gesagt wird, dass sie das ganze Universum in Miniaturform enthalten. Sie erlauben so den Menschen, Muster und abstrakte Sprache in der Natur zu beobachten.

Tony Cokes
10.6—23.10.22

Tony Cokes, Collision / Coalition. Exhibition view, The Shed, New York 2021 © Courtesy the artist, Greene Naftali, New York, Hannah Hoffman, Los Angeles, and Electronic Arts Intermix, New York Photo: Stan Narten
Tony Cokes, Collision / Coalition. Exhibition view, The Shed, New York 2021 © Courtesy the artist, Greene Naftali, New York, Hannah Hoffman, Los Angeles, and Electronic Arts Intermix, New York Photo: Stan Narten

Vorsatz fürs neue Jahr #5
Sich von den Textpassagen aus Tony Cokes’ neuem Auftragswerk, das sich mit Momenten aus der Münchner Geschichte zwischen 1937, 1972 und heute beschäftigt, zum Nachdenken über das Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregen lassen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten untersucht Tony Cokes die politischen Ideologien von Medien und Popkultur sowie ihre Auswirkungen auf Gesellschaften. Ausgehend von der historischen Verbindung zwischen den beiden in unmittelbarer Nähe gelegenen Ausstellungsorten Haus der Kunst und Kunstverein München präsentiert Tony Cokes neue Arbeiten in beiden Institutionen und im dazwischenliegenden öffentlichen Raum.

Joan Jonas
9.9.22—29.1.23

Joan Jonas: Mirror Piece I, Bard College, New York 1969 Photo: Kazuo Fukunaga VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Joan Jonas: Mirror Piece I, Bard College, New York 1969 Photo: Kazuo Fukunaga VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Vorsatz fürs neue Jahr #6
Nimm an einem bezaubernden und seltsamen Ritual mit Tiermasken teil und finde dich in den Spiegeln von Joan Jonas wieder.

Joan Jonas hat die Grenzen der bildenden Kunst durch ihre Praxis, die Skulptur, Performance und Video umfasst, immer weiter verschoben. Die Ausstellung hebt ihr revolutionäres Verständnis von Raum und Zeit hervor und wirft gleichzeitig grundlegende Fragen über Körper, Tiere, Politik und das Artensterben auf.

Tune 2022

Tune Performance by Chuquimamani-Condori and Joshua Chuquimia Crampton at Haus der Kunst, 2021 Photo: Marion Vogel
Tune Performance by Chuquimamani-Condori and Joshua Chuquimia Crampton at Haus der Kunst, 2021 Photo: Marion Vogel

Vorsatz fürs neue Jahr #7
Jeden Monat bei einem Tune-Event in eine neue Klangwelt abtauchen.

2022 widmet sich die Reihe von Sound Residencies der Textur und Gestalt von Klang sowie den verschiedenen Formen von Sound Performances. Die Künstler*innen bewegen sich zwischen verschiedenen Genres und Zeitaltern. Dabei reizen sie die klanglichen Möglichkeiten einzelner Instrumente aus oder untersuchen, wie sich Klang mit Zeit verbindet, wie Strukturen entstehen und sich auflösen.