Michael Armitage The Chicken Thief (Detail), 2019 © Michael Armitage. Photo © White Cube (Theo Christelis)

Michael Armitage. Paradise Edict

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Der junge britisch-kenianische Maler Michael Armitage (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten Stimmen der Gegenwartsmalerei avanciert. In seinen großformatigen, farblich nuancierten Ölgemälden verbindet er ostafrikanische und europäische Themen und Maltraditionen. Inspiration erwächst ihm aus tagespolitischen Ereignissen, Popkultur, Folklore und persönlichen Erinnerungen, die er zu mythisch aufgeladenen und traumhaft anmutenden Bildern verwebt. Mit „Paradise Edict“ hat Michael Armitage, der im Herbst mit dem renommierten Ruth-Baumgarte-Preis ausgezeichnet wird, seine bislang umfassendste Präsentation in einem Museum, und zugleich seine erste in Deutschland.

Auf das durch die europäische Kunstgeschichte geschulte Auge wirken die Gemälde von Michael Armitage anziehend und seltsam vertraut wie bei einem Déjà-vu Erlebnis. In kompositorischen Elementen, Motiven oder Farbkombinationen findet sich die Ikonografie von Tizian, Francisco de Goya, Édouard Manet, Paul Gauguin, Vincent Van Gogh oder Egon Schiele wieder. So thematisiert der in Kenia aufgewachsene und an der Slade School of Art und der Royal Academy of Arts in London ausgebildete Maler geschickt den europäischen Blick und den damit verbundenen Exotismus in der Betrachtung des Anderen. Ebenso inspirierend für seine Palette und Symbolik sind die Werke ostafrikanischer Künstler, denen in der Präsentation im Haus der Kunst im Sinne einer Hommage ein eigener Raum gewidmet ist.

Kuratiert von Anna Schneider

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