Kapwani Kiwanga Untitled. A Study, 2020 Digital collage

DER ÖFFENTLICHKEIT — VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST: Kapwani Kiwanga. Plot

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DER ÖFFENTLICHKEIT — Ausstellung, von

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Die siebte Ausgabe der Serie DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST widmet das Haus der Kunst der kanadischen Künstlerin Kapwani Kiwanga (* 1978 in Hamilton, Kanada; lebt und arbeitet in Paris).

Kiwangas Praxis zeichnet die durchdringenden Auswirkungen von Machtasymmetrien nach, indem sie historische Narrative in einen Dialog mit zeitgenössischen Realitäten, dem Archiv und den Möglichkeiten von morgen stellt. Ihr Projekt im Haus der Kunst besteht aus einer sich ständig wandelnden Serie von künstlerischen Interventionen und Ereignissen in drei "Akten", die über die gesamte Dauer der Ausstellung hinweg inszeniert werden. Der erste Akt fällt mit der Ausstellungseröffnung am 8. Oktober zusammen und wird die berühmte Mittelhalle des Museums durch eine Reihe großer halbtransparenter Vorhänge verändern, deren Farbverläufe in Grün- und Pastelltönen einen Bezug zum Englischen Garten herstellen und die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen lassen. Dieses vielschichtige Environment wird durch aufblasbare Skulpturen ergänzt, in denen sich Objekte und Pflanzen befinden. Von Glasterrarien inspiriert, spielen sie auf biologisch-architekturale Hybride an und nehmen zugleich Bezug auf botanische Techniken aus der viktorianischen Zeit.

Zwei weitere Akte werden diese Befragungen fortsetzen und erweitern. Sie umfassen eine Prozession im Freien, eine Serie beleuchteter Skulpturen, die in den Kolonnaden des Museums hängen, sowie weiche skulpturale Interventionen in der umgebenden Landschaft. Diese unterschiedlichen, aufeinander folgenden Aktionen, die sowohl in den Räumen des Museums als auch zeitlich gestaffelt sind, öffnen Die Öffentlichkeit für die Stadt. Sie stellen die Frage, was es zum jetzigen Zeitpunkt wirklich bedeutet, "öffentlich" zu sein.

Kapwani Kiwanga studierte Anthropologie und vergleichende Religionswissenschaften an der McGill University in Montreal, bevor sie am “La Seine”-Programm der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris teilnahm. 2018 erhielt sie den Frieze Artist Award (USA) und den renommierten Sobey Art Award (Kanada). In diesem Jahr ist sie für den Prix Marcel Duchamp (Frankreich) nominiert.

Kuratiert von Damian Lentini

Gefördert durch