Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives

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Franz Erhard Walther (* 1939 in Fulda) – Träger des Goldenen Löwen der Venedig Biennale 2017 - ist eine Schlüsselfigur der Abkehr vom Bild seit der europäischen Nachkriegszeit. Jenseits des klassischen Verständnisses von Skulptur und Malerei formulierte er einen völlig neuen Werkbegriff, der den Betrachter als Akteur mit einbezieht. 

Bereits in seinem Frühwerk beschäftig Walther sich in unterschiedlichen Medien mit dem Zufälligen und dem Prozessualen als Gestaltungsprinzipien. Gleichzeitig wurde Stoff ein bis dahin ungebräuchliches künstlerisches Material bei Walther zum Innovationsträger, aus dem die Aktivierungsobjekte hervorgingen. Mit dem Schlüsselwerk der Vier Körperformen (1963) wird der Körper zum Motiv. Es entsteht der Erste Werksatz (1963–1969), der aus 58 aktivierbaren Stücken besteht, die den Betrachter in außergewöhnliche zwischenmenschliche Situationen versetzen. Mit ihm erlebt Walther 1969 seinen Durchbruch, als er den Werksatz anlässlich der Ausstellung „Spaces“ im New Yorker MoMA präsentiert. Unter dem Einfluss der Pop Art werden Walthers Textilien zusehends farbiger. In den Wandformationen der 1980er-Jahre erzielt er eine unvergleichbare Verschränkung von Malerei, Skulptur und Architektur, die sich bis heute fortsetzt.

Die Exponate können zum Teil angezogen oder betreten werden. Das Verständnis des Betrachters von einer traditionellen Bildlogik wird auf diese Weise herausgefordert. Der Körper wird hierbei zum Medium, indem er Lebensprozesse in Bilder überführt.

Die Werkaktivierungen im großen Saal der Ausstellung können aktuell leider nicht angeboten werden.

Kuratiert von Jana Baumann

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Franz Erhard Walther Foundation.

Werkaktivierungen in Kooperation mit der Münchner Initiative TanzQuelle (finden aktuell nicht statt).

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