ECM – Eine kulturelle Archäologie Installationsansicht Foto: Wilfried Petzi, 2012

ECM — Eine kulturelle Archäologie

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Das Label ECM (Edition of Contemporary Music) wurde 1969 von Manfred Eicher in München gegründet, um improvisierte und Avantgarde-Musik einzuspielen, zu produzieren und zu veröffentlichen. Als eines der ersten von Musikern geführten Plattenlabels in Europa achtete ECM auf Werktreue statt auf kommerzielle Trends und setzte mit seinen kristallklaren Aufnahmen neue Maßstäbe, was Detailtreue, Transparenz und Tiefe von Plattenproduktion angeht. 

Zu den Künstlern zählen unter anderem Paul Bley, Keith Jarrett, Chick Corea und Jan Garbarek: Wegbereiter des neuen Jazz. In den 1970er-Jahren erweiterte Manfred Eicher das Programm der Plattenfirma um Aufnahmen von zeitgenössischer komponierter Musik und arbeitete früh mit Jahrhundertkünstlern wie Steve Reich und John Adams zusammen. 

Anlässlich der Veröffentlichung von Arvo Pärts "Tabula Rasa" wurde 1984 die Reihe ECM New Series ins Leben gerufen. Deren Repertoire reicht von der Musik von Perotin und Machaut bis zu der zeitgenössischer Komponisten wie György Kurtág, Heinz Holliger, Valentin Silvestrov, Tigran Mansurian, Heiner Goebbels und vieler anderer. Manfred Eicher hat zudem eng mit Filmemachern wie Godard oder Angelopolous zusammengearbeitet, und einige der dabei entstandenen Soundtracks sind bei ECM erschienen. Obwohl die frühe Arbeit des Labels in amerikanischen und europäischen Formen verwurzelt war, reicht das Spektrum über diese Traditionen hinaus und ist zutiefst transkulturell.

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Bei ihrem Streifzug durch die Geschichte von ECM zeigt die Ausstellung visuelles Material, Archivalien und Tonaufnahmen und umfasst eine große Spannbreite von Formaten – Geräusch, Musik, Film, Editionen u.a. Weiterhin sind Fotografien zu sehen von Deborah Feingold, Roberto Masotti u.v.a. sowie Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Stan Douglas und Anri Sala, deren Erkundungen von Bild und Ton neue Einblicke gewähren und Parallelen zur Arbeit von ECM aufweisen. 

Die Otolith Group entwickelte im Auftrag des Haus der Kunst einen Videoessay über das Verhältnis von Film und Sound, der in der Ausstellung gezeigt wird und inspiriert ist von Archivmaterial zu den drei Alben von Codona, die zwischen 1978 und 1982 mit ECM aufgenommen wurden. 

Live Konzerte sowie exklusive Kooperationen mit Künstlern, Musikern und Filmemachern ergänzen die Ausstellung. 

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