Dumb Type

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Dumb Type wurde 1984 von Studierenden der Kyoto City University of Arts gegründet. Das Kollektiv setzt Cyberpunk-Bilder ein, um eine Konsumgesellschaft zu kritisieren, die durch die unaufhörliche Datenflut und technologische Entwicklung passiv oder stumm geworden ist. Das „dumb“ in Dumb Type spielt auf die englische Doppeldeutigkeit des Begriffs an: dumm bzw. sprachlos.

Die Performances und Installationen von Dumb Type gründen sich auf die Tradition von Kollektiven wie Jikken Kōbō (1951-57), Gutai (1955-72) und Hi-Red Center (1963-64). Sie führten die Debatten über Identitäts- und Sexualpolitik in Japan an.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen drei eigens konzipierte Installationen, die sich mit der Art und Weise auseinandersetzen, wie digitale Medien und Technologien heute einen prägenden Teil der Lebenserfahrung darstellen. In ihnen verschmelzen Vergangenheit und Zukunft, Sehnsucht und Verzweiflung. Eine dieser drei Installationen generiert banale, von KI infizierte Sprachformen. Eine opernhafte Klangskulptur aus Feldaufnahmen – von Ryuichi Sakamoto eigens für das Haus der Kunst geschaffen – erfordert abwechselnd die Handlungen des Zuhörens, des Lesens und Schauens. So entsteht ein Zustand des Übergangs, der Liminalität ("ma" auf Japanisch), ein Zustand der Trägheit oder des Nichts, der sich hauptsächlich aus einem Übermaß an Bedeutung ergibt.