Carsten Nicolai

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Carsten Nicolai (geb. 1965, Berlin, Deutschland) ist Teil einer Generation von Künstler*innen, die intensiv im Bereich des Übergangs zwischen Musik, Kunst und Wissenschaft wirkt. Nicolai konzentriert sich mit seinen Skulpturen auf Klang als unsichtbares, aber physisches Material und macht auf subtile Weise für Gehör und Augen nicht wahrnehmbare Phänomene wie Zeit, Strahlung oder Magnetismus erfahrbar. Für sein musikalisches Oeuvre verwendet er das Pseudonym Alva Noto.

Die Installation am Haus der Kunst ist inspiriert von japanischen Zen-Gärten, von denen oft gesagt wird, dass sie das ganze Universum in Miniaturform enthalten. Sie erlauben so den Menschen, Muster und abstrakte Sprache in der Natur zu beobachten. Unter Einbeziehung visueller und akustischer Medien schafft Nicolai einen solchen Garten und die Voraussetzungen für eine zufällige Komposition: Elektromagnetische Wellen, die von der historischen Antenne auf dem Dach des Haus der Kunst empfangen werden, erzeugen gemeinsam mit vom Künstler entworfenen Instrumenten eine hypnotisierende Klanglandschaft. Ähnlich einer Nebelkammer aus der frühen experimentellen Teilchenphysik, in der Wissenschaftler*innen Strahlung nachweisen konnten, lädt das Werk die Besucher*innen ein, ihre eigenen Körper als Magnetfeld in einem Raum voller Frequenzen wahrzunehmen.